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10. Caritas Jahresbericht Caritaskommission

In der Herbst-Vollversammlung diskutieren wir immer einen der jährlichen Kommissionsberichte ausführlich. Der bisherige Vorsitzende der Caritaskommission (XIII), Bischof Joachim Reinelt, hat in einem Bericht über die Arbeit der Caritaskommission in den zurückliegenden fünf Jahren drei Akzente hervorgehoben:

Zwei Jahre nach der Verabschiedung des Wortes der deutschen Bischöfe „Berufen zur caritas“ durch die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2009 ist eine breite Rezeption des Textes in den Diözesen und den Caritasverbänden festzustellen. Das Wort, das von der Kommission XIII erarbeitet worden ist, gibt vor dem Hintergrund der Enzyklika „Deus Caritas est“ von Papst Benedikt XVI. Orientierungen und Impulse für das caritative Handeln und die Organisation der christlichen Nächstenliebe.

Zur Implementierung des Wortes ist ein Beitrag des Vorsitzenden der Kommission XIII im Jahrbuch des Deutschen Caritasverbandes erschienen. Neben weiteren Artikeln in überregionalen Zeitschriften (unter anderem in „Herder-Korrespondenz“ und „neue caritas“) haben sich Fortbildungen, Arbeitshilfen und Themenhefte von Caritas-Zeitschriften auf diözesaner Ebene mit dem Text beschäftigt mit dem Ziel, ihn für ehrenamtliche sowie hauptberuflich Mitarbeitende in Kirchengemeinden und Caritasverbänden vor Ort fruchtbar zu machen. Das Bischofswort ist vielerorts ein Grundlagentext bei Selbstverständnisprozessen caritativer Verbände geworden.

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2011 hat das Wort der deutschen Bischöfe „Die Zukunft der Pflege im Alter. Ein Beitrag der katholischen Kirche“ verabschiedet. Er richtet sich vorrangig an die Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung von Pflegeleistungen, stellt die zentralen Optionen des christlichen Menschenbildes dar und zeigt die Folgerungen daraus für die Pflege auf. Zentrale Botschaft des Textes ist, dass Pflege jede und jeden angeht und daher eine Aufgabe darstellt, zu deren Bewältigung nicht nur die politisch Verantwortlichen, die Träger von Pflegeeinrichtungen und die Pflegenden selbst, sondern auch jedes Mitglied der Gesellschaft beitragen muss.

Die Caritaskommission koordiniert die kirchlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Vorwürfen ehemaliger Heimkinder bezüglich physischer und psychischer Gewalt und zu sexuellem Missbrauch in katholischen Heimen. Ziel ihrer Bemühungen ist es, zur Geltung zu bringen, dass Heimkinder auch in kirchlichen Einrichtungen viel Leid erfahren mussten und eine Entstigmatisierung und Rehabilitierung der Betroffenen zu fördern. Der Geschäftsführer der Kommission hat die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Ordensobernkonferenz beim Runden Tisch Heimerziehung (RTH) in den 50er und 60er Jahren vertreten und sich konstruktiv an der Arbeit des RTH beteiligt
(Anfang 2009 – Ende 2010), insbesondere an der Entwicklung von Lösungswegen.

Ich selbst habe mehrfach persönliche Gespräche mit ehemaligen Heimkindern geführt, unter anderem im August 2009, im Oktober 2009 und im Oktober 2010. Die Deutsche Bischofskonferenz hat im April 2009 gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband und den Orden an alle katholischen Träger von Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe appelliert, die Anliegen ehemaliger Heimkinder konstruktiv aufzugreifen, sie bei der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu unterstützen und ihnen insbesondere die Einsicht in sie betreffende Akten zu ermöglichen. Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland, den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden und den Orden hat sie ein Projekt an der Ruhr-Universität Bochum zur Erforschung der konfessionellen Heimerziehung in Deutschland zwischen 1949 und 1972 gefördert.

Ehemalige Heimkinder – Umsetzung des Lösungsvorschlages des Runden Tisches Heimerziehung

Der Ständige Rat hat im Januar diesen Jahres dem Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung (RTH) zugestimmt, der einen bundesweiten „Fonds für ehemalige Heimkinder“ mit einer Ausstattung von 120 Mio. Euro vorgeschlagen hatte, die zu je einem Drittel von Bund, Ländern und Kommunen sowie den beiden großen Kirchen, ihren Wohlfahrtsverbänden und den Orden getragen werden soll.

Die Vollversammlung hat nun einen Bericht über den Stand der Umsetzung des Lösungsvorschlages des RTH entgegen genommen. Sie begrüßt die Beschlüsse des Deutschen Bundestages und der Bundesländer in diesem Sommer, die eine weitgehende Übernahme der Empfehlungen des RTH vorsehen und eine angemessene Umsetzung der Lösungsvorschläge des RTH fordern. Dazu werden gegenwärtig intensive Gespräche geführt, an denen sich das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz konstruktiv beteiligt. Wir unterstützen ausdrücklich auch die Forderungen des Deutschen Bundestages, die gleichwertige Hilfen für Betroffene aus Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe in der DDR und andere Opfergruppen, insbesondere im Bereich der Behinderteneinrichtungen, betreffen.

Der „Fonds für ehemalige Heimkinder“ soll zum 1. Januar 2012 starten. Entscheidungen über die Auszahlung von Mitteln aus dem Fonds sollen zwar ausschließlich von Vertretern der Institutionen getroffen werden, die in den Fonds einzahlen. Betroffene sollen aber bei der Entwicklung der Leistungsvoraussetzungen und bei der Befassung mit Anträgen auf Leistungen angemessen beteiligt werden. Wiederholt sind wir Bischöfe von ehemaligen Heimkindern darauf aufmerksam gemacht worden, wie viele positive Erfahrungen es in Heimen kirchlicher Trägerschaft gab. Wir wollen damit nicht die schweren Vergehen relativieren, aber deutlich machen, dass viele ehemalige Heimbewohner dankbar an die Erziehung und Bildung in den früheren Heimen zurückdenken.

Gestatten Sie mir hier einen aktuellen Hinweis auf das Thema sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich. Sie wissen, dass wir seit der letzten Vollversammlung in Paderborn neben verschiedenen Aktivitäten zwei große Projekte begonnen haben. Über die wissenschaftliche Aufarbeitung in zwei Forschungsprojekten hat im Sommer der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen, Bischof Dr. Stephan Ackermann, informiert.

Am 14. März 2011 haben wir unsere Vorgehensweise zur materiellen Anerkennung des Leids von Opfern sexuellen Missbrauchs veröffentlicht. Eine Zentrale Koordinierungsstelle nimmt die Anträge entgegen, berät sie mit Fachleuten und spricht dann eine Empfehlung an die Bistümer bzw. Orden aus, damit diese entscheiden und handeln können. Bisher sind bei der Zentralen Koordinierungsstelle im „Büro für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich“ in Bonn 757 Anträge eingegangen (Stand: 13. September 2011). Davon lagen 664 der Koordinierungsstelle inzwischen zur Beratung vor, von denen bereits 627 mit einer Empfehlung ausgesprochen worden sind.

Quelle unter Punkt 10 zu finden: 07.10.2011:

 

 

Pressekonferenz zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung der
Deutschen Bischofskonferenz in Fulda.

Meinungen Ehemaliger Heimkinder

Ja, auch in meinem Waisenhaus in Lippstadt war, als die Oberin zu alt war, eine neue Oberin die mit uns Kindern liebevoll umging, aber nur für kurze Zeit. Denn der restlichen Nonnenklicke passte das gar nicht. So wurde die gütige Nonne auch wieder versetzt. Sie war sogar die leibliche Schwester der Leiterin unserer Mädchengruppe Serapia, eine Schlägernonne.

Auch in Dortmund war eine ganz alte, aber liebe Nonne in der Backstube, die mit uns 3 Mädchen auch gut umging. Diese Nonne holte für uns täglich extra Rationen Essen aus der Küche. Das waren Essensreste vom Vortag, was nur die Nonnen bekamen. Auch diese liebe Nonne wurde von der Küchennonne täglich fertig gemacht, weinend kam sie mit dem Essen in den Händen zu uns.

Fazit: Es durfte also keine Nonne mit uns Kindern normal, menschlich umgehen.

Das kam nur von oben, den Kirchen her. Da kann mir einer sagen was er will.

Der Zollitsch meint wohl diese paar guten Nonnen, er vergisst bewusst zu sagen, dass diese guten Nonnen wegen ihrer Güte an uns Kindern alle strafversetzt wurden. Diese guten Nonnen haben  sicherlich deswegen auch darunter auch sehr gelitten. Die sind auch geknechtet worden von ihren eigenen Leute, von der Kirche!

Dies ist ein Auszug aus einem Bericht über Erfahrungen und Erlebnisse als Heimkind.

Der Auszug sowie der Bericht wurde uns freundlicher Weise zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank.

 

 

Den Bericht lesen, Download PDF Dokument.

In unserem Heim ist mir später aufgefallen, nicht nur wir, auch die Nonnen hatten Angst, vom weltlichen Personal mal ganz zu schweigen.

Man kann uns doch die guten Heime nennen und wir veröffentlichen diese guten Heime.

Oder einen freundlichen Brief an Herrn Zollitsch mit der Bitte um Namensnennung der guten Heime schicken.

Danach könnten wir ja dann auch lernen, barmherziger mit den gebrochenen Biografien unserer PeinigerInnen umzugehen.

Da bleibt einem die Spucke weg, und man ringt nach Atemluft. Wenn ich das schon höre,"Positiv Heim Liste". Schon der Begriff weist in die Richtung, alle die zu diskreditieren, die unmenschliche, und dies war die Regel, Erfahrungen erleiden mußten. Ich bin bereits soweit, das ich den Kirchenvertretern kein "Ohr" mehr leihen möchte, egal was diese sprachlich absondern.

Natürlich ist dies Ignorant! Aber mit Vertretern einer Folterorganisation würde auch kein Opfer sprechen wollen, außer aus therapeutischen Gründen(d.h. mit Unterstützung der Medizin).

Und dies ist die einzige Form des Zuhörens von meiner Seite an die Kirchenvertreter.

Und zum Schluß noch eine persönliche Betrachtung. Jede Kamera die auf die Vertreter der Kirche gerichtet ist, erhöht die Wichtigkeit dieser Herren (in der Regel). Verbannt Sie in die Nichtigkeit des nicht gesehen werden, und mir geht es zumindest etwas besser. Das wäre, wenn auch egoistisch, schon mal ein Anfang.

Die Ehemaligen Heimkinder stehen gerne jederzeit einem offenen diesbezüglichen Dialog zur Verfügung.

 

 

Bonner Caritas recherchiert offensiv Geschichte des Verbandes

Aufruf an ehemalige Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter des Kinderheimes Schloss Allner in Hennef/Sieg.

Bonn, 17. März 2010. Der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. nimmt die aktuelle bundesweite Diskussion um Vorfälle in Kinder-und Jugendeinrichtungen sehr ernst. Sie ist für den Verband Anlass, sich intensiv mit der Verbandsgeschichte im Bereich Kinder/Jugend auseinander zu setzen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf das Kinderheim Schloss Allner in Hennef/Sieg, das von 1953 bis 1973 in der Trägerschaft der Bonner Caritas war.

 

 

Quelle unter externem Link: caritas.

Bitte um Unterstützung

„Wir haben im Zuge unserer bisherigen Recherchen und Gespräche Hinweise darauf erhalten, dass es Menschen geben könnte, die durch den Aufenthalt in dem damaligen Kinderheim zu Schaden gekommen sind. Das beschämt uns und macht uns sehr betroffen“, sagte Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider. „Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst und wollen darüber Klarheit. Da wir selbst aber nur über wenig Information verfügen, die diese Zeit betrifft, bitten wir ehemalige Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, deren Angehörige und ehemalige Mitarbeiter, uns zu kontaktieren. Wir möchten mit der Unterstützung dieser Menschen Transparenz darüber schaffen, was in jener Zeit vorgefallen sein könnte. Nur so können wir Menschen, die möglicherweise heute noch unter den Folgen ihrer Heimzeit leiden, auch Antworten und Hilfen anbieten.“

 

 

An Scheinheiligkeit kaum noch zu überbieten.

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Dieses Heim hiess auch Kinderheim „Cockerill“

Am 12.04.1965 wird der skandalöse Bericht des Kinderheimes „Cockerill“ Schloß Allner in Hennef/Sieg, von dem medizinischen Direktor bekannt gegeben.

Dieser Bericht macht deutlich welche Schuld die Angestellten und Nonnen "Schwestern vom kostbaren Blut" auf sich geladen haben.Bisher hat sich nur eine Überlebende beim Petitionsausschuss Bundestag „Runden Tisch Heimerziehung“ der 50er und 60er Jahre in Berlin gemeldet. Wo die anderen verblieben sind kann nur der LVR Köln oder die Caritas Bonn beantworten. Es wird vermutet, dass sehr viele Kinder diese Qual nicht überlebt haben und an den Folgen der Heimerziehung viel zu früh verstorben sind.

Ein klarer Totschlag an Kleinkinder unter drei Jahren des Caritaspersonals.

Das Kinderheim wurde 1953 eröffnet und 1973 geschlossen.

 

 

Quelle unter externem Link: Schloss Allner in den 50zigern.

 

Die auf dieser Seite hinterlassenen Kommentare sind sehr lesenswert.

 

 

Den Bericht vom 12.05.1965 lesen, Download des PDF Dokumentes.

 

Und hier die Sichtweise und der Bericht der caritas vom 30.08.2010

In diesem von der caritas erstellten Bericht tauchen die ehemaligen Heiminsassen (Kleinkinder und Babys) nur am Rande auf. Es wird mehr Aufmerksamkeit dem Betreuungspersonal und der Infrastruktur des Heimes gewidmet. Gemäss Auskunft der caritas sind alle Akten der ehemaligen Heimkinder nicht mehr auffindbar. Später wurde das Schloss privatisiert und es wurden Eigentumswohnungen eingebaut.

 

 

Den Bericht vom 30.08.2010 der caritas lesen, Download des PDF Dokumentes.

 

Es sollte sich ein jeder der dies liest, selber ein Urteil über die jeweilige Objektivität verschaffen.

 

 

 

 

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Diese Seite wurde am 02 Januar, 2017 aktualisiert.

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