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Der Verein

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. stellt sich und sein Leitbild vor

Ausgangspunkt für die Gründung des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) waren das Unrecht und die massiven Menschenrechtsverletzungen, die Kindern und Jugendlichen vor allem in den 40er bis in die 70er Jahre in kirchlichen und staatlichen Säuglingsheimen, in Kinderheimen, Erziehungsheimen und in Heimen für Kinder mit Behinderungen in der BRD und der DDR widerfahren sind.

Die Mehrheit der Mitglieder hat als ehemaliges Heimkind unterschiedliche Heimformen durchlaufen.

Die Mitgliederzahl liegt z.Z. bei ca. 400 - mit steigender Tendenz.

Der VEH e.V. ist nach den Iren der international größte Zusammenschluss ehemaliger überlebender Heimkinder.

Die Mitglieder leben über die ganze Bundesrepublik verstreut, in fast allen europäischen Ländern, in der Türkei, den USA und Australien.

Der Verein wurde am 14. Oktober 2004 in Idstein am Taunus gegründet.

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ist beim Amtsgericht Aachen auf dem Registerblatt VR 4236
als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Im Verein sind vor allem Menschen organisiert, die in der Zeit von 1945 bis 1985 in Heimen leben mussten.

Der VEH e.V. möchte allen ehemaligen Heimkindern eine Plattform bieten, um mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit zu treten.

Besonderes Gewicht legen wir dabei auf folgende Punkte:

  • Ächtung der menschenverachtenden Erziehungspraktiken in Heimen während der Zeit von 1945 bis 1980.
  • Anerkennung betroffener ehemaliger Heimkinder als Opfer von Menschenrechtsverletzungen.
  • Erklärung, dass die in den Heimen verlangte und geleistete Kinderarbeit Unrecht gewesen ist.
  • Zahlung einer einkommensunabhängigen, nicht anrechenbaren Opferrente bzw. auf Wunsch eine entsprechende Einmalzahlung an die Überlebenden bundesdeutscher und DDR-deutscher Heimerziehung.
  • Gewährleistung unbürokratischer Finanzierung von Langzeittherapien der Traumata, unter welchen viele der Betroffenen noch heute leiden.
  • Eindeutige Anerkennung der Schuld von Bund, Ländern, Kirchen, Ordensgemeinschaften an dem unsäglichen Leid, verursacht durch die Vorfälle in den Heimen.
  • Schaffung unmissverständlicher Klarheit darüber, dass Menschenrechte uneingeschränkt für alle Menschen - also auch für Kinder - gelten und damit eines Bewusstseins für Kinderrechte.
  • Einrichtung einer unabhängigen Heimaufsicht für alle heute existierenden Heimformen (auch der Altenpflege), um zu gewährleisten, dass vergleichbares Unrecht in Deutschland in Gegenwart und Zukunft nicht mehr geschehen kann.

Darüber hinaus möchten wir ehemaligen Heimkindern auf verschiedenen Ebenen Informationen und Hilfen zur Selbsthilfe zur Verfügung stellen.

Wir glauben sowohl im internen wie im externen Bereich an einen menschenwürdigen Umgang und möglichst offenen Dialog miteinander.

Wir bemühen uns, ein Instrumentarium zu schaffen, welches uns ermöglicht, o.g. Forderungen einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen, und letztendlich politisch durchsetzbar zu machen.

Wir wollen sie in die Lage versetzen (und selbst versetzt werden!) unser Anliegen offen zu diskutieren und suchen deshalb den Dialog mit allen relevanten politischen und sozialen Organisationen.

Wir streben an, allen ehemaligen Heimkindern Mut machen, sich mit ihrer eigenen Geschichte zu befassen und diese nach außen zu tragen.

Wir rufen die Täterorganisationen und deren Nachfolger auf, die Vernichtung der für die Aufarbeitung individueller Schicksale unabdingbar notwendigen Akten sofort zu unterlassen und den Opfern auf Verlangen die Möglichkeit bieten, ihre eigene Biografie endlich nachvollziehbar zu machen.

Wir rufen die Nachfolger der Täterorganisationen weiterhin auf, sich nicht nur mit Hilfsmaßnahmen,  die nur einen Einmaleffekt erzeugen sollen, aus der Verantwortung für einen würdevollen Lebensabend ihrer Opfer davon zu stehlen.

Wir rufen die Verbände der Industrien, die Firmen, die landwirtschaftlichen Betriebe und auch deren Verbände auf, sich ihrer Verantwortung für die damals von Kindern und Jugendlichen unter Zwang geleisteten Arbeit zu stellen. Sich an der Aufarbeitung und einer wahrhaftigen Entschädigung, für die horrenden Wertschöpfungen aus der schon damals verbotenen Kinderarbeit und der erzwungenen Arbeit von Jugendlichen zu beteiligen.

Wir arbeiten besonders auf eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit Gruppen, Verbänden, Vereinen
von Opfern und Überlebenden hin - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.

Wir verstehen uns als kritisches Instrument für die Belange ehemaliger Heimkinder und werden durchaus als solches von Kirche, Politik und allgemeiner Öffentlichkeit wahrgenommen.

Die Tätigkeit des VEH e.V. wird von Unterstützerinnen, ZuschussgeberInnen, ProjektpartnerInnen als durchweg positiv, innovativ und zukunftsträchtig angesehen.

Der VEH e.V. kommuniziert seine Ziele und Belange mit seiner Homepage, seinen Mitgliederforen, regelmäßigen online und offline Presseveröffentlichungen, mit Demonstrationen und Kundgebungen. Der Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit liegt zweifelsfrei auf dem online Sektor.

Der VEH e.V. ist eine Bürgerrechtorganisation (NGO) und ein Selbsthilfeverein. Er hat das Ziel, die schwarze Pädagogik in der Heimerziehung anzuprangern und dabei immer wieder besonders auf die hierbei eingesetzte zerstörerische physische, psychische und sexuelle Gewalt an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen hinzuweisen und hierüber aufzuklären.

Der Vorstand

Neben den Ehemaligen hat der VEH e.V. auch Fördermitglieder.

 

 

Jede natürliche und jede juristische Person kann Fördermitglied des Vereins werden.

Siehe unter internem Link.

 

Die Satzung des Vereins Ehemaliger Heimkinder e.V.

Siehe unter internem Link.

 

Kontakt und Hilfen für ehemalige Heimkinder.

Siehe unter internem Link.

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Diese Seite wurde am 02 Januar, 2017 aktualisiert.

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